50 Jahre
1949-1999

Festschrift

Vereinsgeschichte 1949-1999

Da auf der Nordwestseite des Platzes früher ein Schießstand war, mußten zur Einebnung etliche Hundert Kubikmeter Erde bewegt werden.
Es wurde für Umkleidemöglichkeiten gesorgt. Ein Mitglied stellte eine kleine Baracke leihweise zur Verfügung, für die Wasch-gelegenheit wurde ein Brunnen geschlagen.

Im Laufe des Spieljahres 1949/1950 mußte wegen Krankheit der 1. Vorstand ausscheiden. Max Haller sprang ein und wurde in der Generalversammlung bestätigt.

1950 war man gezwungen, ein kleines Clubhaus im Ausmaß 11,00 x 7,50 m zu bauen.

Wie die damalige Zeit des allgemeinen Wiederaufbaus war, zeigen 2 Beispiele: Anläßlich des Sportfestes wurde mit 16 neuen Gerüstdielen ein Tanzpodium aufgebaut. Als ein Mitglied und 2. Vorstand am Dienstag die Dielen holen wollten, waren sie spurlos verschwunden. Dies bedeutete einen Schaden von 270 DM. Ebenso erging es uns mit den Fenstern. Glücklicherweise fand eine Frau diese 2 Tage später im Wald wieder.

Schon im Jahre 1952 sprach man davon, daß unser Sportgelände bebaut werden solle, was uns nach den vielen Mühen einen schweren Schock versetzte.

Durch die Bemühungen unseres 1. Vorstandes Max Haller konnte bereits 1953 mit der Gemeinde Neureut ein Pachtvertrag betreffs der heutigen Sportplatzanlage abgeschlossen werden.

In dieser Sache verdiente sich unser seit 1950 amtierender Vorstand Max Haller ein besonderes Lob; denn es war ihm eine Herzensangelegenheit, die Platzfrage so schnell wie möglich zu regeln, damit der Spielbetrieb weitergeführt werden konnte.

Somit ging die Arbeit wieder von vorne an.

…die ersten 25 Jahre

entnommen dem Beitrag von Peter Kuhn sen. aus der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum 1974

Wie aus der Entstehungsgeschichte ersichtlich, haben sich auch Ende der zwanziger- und in den dreißiger Jahren viele junge Familien mit Kindern in der Kirchfeldsiedlung seßhaft gemacht. Daß die Kinder und Jugendlichen bei jeder Gelegenheit und überall Fußball spielten, war selbstverständlich. Nach dem 2. Weltkrieg, an dem viele der Jugendlichen auch noch teilge-nommen hatten, war es klar, daß diese in Ermangelung jeder anderen Freizeitbeschäftigung und der allgemeinen Notlage zum Fußball griffen. Das Kicken auf der Straße und in der Nähe der Wohnungen ging so manchem Anlieger auf die Nerven.

Der damalige Vorstand der Genossenschaft Kirchfeldsiedlung bemühte sich beim Domänenamt Karlsruhe um einen Sportplatz. Er erhielt ein „Ja“, jedoch müßte ein Verein mit mindestens zwanzig Mitgliedern den Antrag stellen.

Was lag näher, als sofort die Werbetrommel zu rühren und zu einer Versammlung aufzurufen. Karl Föll bestellte als Wortführer die Versammlung auf den 30. April 1949 in das ,,Weiße Haus“ ein. Von den 32 Anwesenden stimmten 26 einer Vereinsgründung zu.Bei der Aufstellung der Verwaltung wurde Karl Föll als 1. Vorstand gewählt. Bei der Namengebung einigte man sich auf ,,Fußballverein Fortuna Kirchfeld“.

In kurzer Zeit wuchs die Mitgliederzahl auf über 60 an. Die Sportplatzfrage war nun schnell gelöst, da das gesamte Gelände der heutigen Bundeswehrkaserne damals brach lag. So wurde uns der Platz entlang an der Eggensteiner Allee gegenüber dem heutigen Waldsportplatz zugewiesen.

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Vereinsgeschichte 1949-1974

Am 17. Dezember 1955 konnte die Einweihung stattfinden. Bis dahin wurden ca. 5 600 Arbeitsstunden – ohne die vielen Planungs- und Verwaltungsarbeiten – ausgeführt. Der Clubhaus-bau konnte so zu 90 Prozent in Eigenarbeit durchgeführt werden. Die Mitglieder des Vereins hatten eine große Leistung vollbracht.
Ein Musterbeispiel war unser 1. Vorstand Max Haller, der bis zur Fertigstellung der Arbeiten die höchste Arbeitsstundenleistung erbrachte. Seine Tatkraft zeugt davon. daß Max Haller, 11 Jahre in seinem Amt, als 1. Vorsitzender bestätigt und dann zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Nicht unerwähnt soll bleiben, daß der 1. und 2. Vorstand sowie der Kassier mit ihrem Vermögen für ein Darlehen gebürgt haben. Trotzdem entschloß man sich schon 1958 den Westflügel des Clubhauses, der aus Finanzierungsgründen 1955 zurück-gestellt wurde, anzubauen. Der Verein zählte 250 Mitglieder.
Schon Ende November wurde die Kellerdecke betoniert. Im Frühjahr 1959 wurde wieder weitergebaut und letztlich konnte zur Freude aller die Weihnachtsfeier im erweiterten Clubhaus durchgeführt werden.

Nun standen dem Wirtschaftsbetrieb 120 qm zur Verfügung und endlich konnten alle Vereinsveran-staltungen im eigenen Hause abgehalten werden.

In den weiteren Jahren gab es keinen Stillstand. Unseren Spielern war der Aufstieg in die 2. Amateurliga gelungen. Es war not-wendig geworden, den Übungsplatz in ein Spielfeld auszubauen.

Im Auftrag der Gemeinde Neureut führten wir im Jahre 1961 während der Neureuter Kirchweih die Zeltbewirtschaftung durch. Die Mühe hatte sich gelohnt, wir konnten wieder eine Finanz-lücke stopfen.

Dank der 120 Mitglieder des Vereins und der damaligen Begeisterung war uns aber nicht allzu bange vor der großen Aufgabe. Das Hauptsportfeld mit dem aufgeschütteten Wall war bereits vorhanden. Es war für die Amerikaner vorgesehen und von diesen selbst angelegt worden. Nachdem diese innerhalb des Kasernenbereichs bereits einen anderen Sportplatz angelegt hatten, übernahm die Gemeinde Neureut das gesamte Areal.

Vom 7. bis 9. August wurde das 1. Sportfest mit gutem Erfolg auf dem neuen Platz durchgeführt. Als Ersatz für eine Umkleidekabine wurde vom 2. Vorstand ein Baustellenwagen zur Verfügung gestellt und von der Fördergemeinschaft D.J.O. (Deutsche Jugend des Ostens) wurde die Baracke an der Ecke Mittelstraße – Ahornweg für eventuellen größeren Bedarf bereit gestellt. Wasser war bereits vorhanden. Als Vereinslokal dienten ab 1951 die Siedlerklause und ab 1952 das Kirchfeldstübchen.

In der Verwaltungssitzung vom 31. Oktober 1954 steht im Protokollbuch unter Punkt 6: Das alte „Clubhaus“ wird abgerissen und das anfallende Baumaterial beim Bau des neuen Clubhauses mit verwendet. Zu dieser Zeit hatte der 2. Vorstand, Peter Kuhn sen. , schon einen Entwurf für das neue Clubhaus gefertigt und die etwaigen Kosten ermittelt. Der damalige Ortsbaumeister bot sich an, die Planung zu fertigen.

Am 21. Juni 1954 wurde das Baugesuch eingereicht. Am 2. April 1955 wurde mit dem Bau begonnen. Vom 2. Vorstand wurde alles Schalmaterial, Geräte und Gerüst zur Verfügung gestellt. Dank der fleißigen Mithilfe vieler Mitglieder war Mitte Mai der Keller fertiggestellt und sodann mit dem aufgehenden Mauerwerk begonnen worden. Die Bauarbeiten nahmen weiterhin einen guten Fortschritt, so daß mit der Eröffnung der Wirtschaft an Weihnachten gerechnet werden konnte und deshalb im Sep-tember ein Pächter gesucht wurde.

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Vereinsgeschichte 1949-1974
Kosten wurden andererseits erspart, da der damalige 3. Vorstand bei Sportfesten die Zelte im Ausmaß von 29 x 5 m zur Verfügung stellte. 1963, unter dem 1. Vorstand Mathias Volk, konnte mit Hilfe der 6981st Civilian Labor Group (Signal Construction) endlich der Trainingsplatz in ein Spielfeld ausgebaut werden.
Des weiteren wurden um das gesamte Sportgelände ca. 600 m Einfriedung in Eigenarbeit ausgeführt. 1964 wurde der Zugang zum Clubhaus, zwischen Sportplatz und Gebäude befestigt und mit Bitumenbelag versehen. Auch wurde die Beleuchtung des Trainings- bzw. 2. Spielfeldes installiert. Das mehrmalige Wechseln der Clubhauspächter erforderte jeweils besonderen Aufwand und stellte die Verwaltung vor manche Probleme.

In der Generalversammlung 1965 wurde unter Vorstand Smasal über folgende Pläne gesprochen: Clubhauserweiterung, Überdachung der Terrasse und Neueinfriedung des 2. Spielfeldes. Die Bearbeitung des 2. Spielfeldes wurde erneut dringend, da das Hauptspielfeld vollkommen neu angelegt werden sollte. Um diese gesamten Vorhaben besser finanzieren zu können, kam die Verwaltung auf den Gedanken, eine Minigolf-Anlage zu bauen. Der Platz der früheren Sandgrube – als Schuttplatz ein Schandfleck – schien hierfür geeignet.

In der Verwaltungssitzung vom 21. November 1965 wurde mit großer Mehrheit für das Vorhaben gestimmt. Immerhin waren dazu ca. 25.000 DM erforderlich. Schon an Pfingsten 1966 konnte die Einweihung erfolgen. Aus dem Schuttplatz wurde eine der schönsten Anlagen in der Siedlung.

Laut Verwaltungssitzung vom 4. März 1966 wurde der Kauf eines gebrauchten Zeltes beschlossen. Bei der Einweihung des Waldsportplatzes bot uns die Gemeinde die Bewirtschaftung an. Mit dem Erlös war bereits das halbe Zelt bezahlt.

Das Jahr 1966 dürfte als weiteres „Arbeitsdienstjahr“ in die
Vereinsgeschichte eingehen. So bot sich bei der Anlage eines Kieswerkes im Tiefgestade Muttererde in unbeschränkter Menge für das Erstellen unseres Hauptspielfeldes an. Zu einem sehr günstigen Preis wurden 1 800 cbm angefahren und von unseren Nachbarn, der 6981st Civ. Lab. Gp. (Signal Construction), planiert. Die Torfverteilung, das Einsäen und die Feinplanierung wurde von zahlreichen Mitgliedern durchgeführt.

1967 wurde zur Vervollständigung der Minigolf-Anlage das schmucke Kassiererhäuschen gebaut. An dieser Stelle sei unser Minigolfplatzwart Heinrich Dietrich und dessen Frau lobend genannt.

Nach Fertigstellung der beiden Großprojekte, Hauptspielfeld und Minigolf-Anlage, kehrte etwas Ruhe ins Vereinsleben ein. Die Anregung, für Frauen eine Gymnastikgruppe anzubieten, wurde bald in die Tat umgesetzt. Frau Kleber stellte sich für die neu gegründete Frauengymnastikabteilung als Gymnastikwartin zur Verfügung. Die Abteilung zählte bald ca. 70 Mitglieder und so konnte im Mai 1968 munter mit den Übungsstunden begonnen werden. Die Mitgliederzahl der Frauenabteilung ist ziemlich konstant geblieben. Man kann so von einer echten sportlichen Breitenarbeit sprechen.

In der Verwaltungssitzung vom 14. Juni 1968 beschloß man eine erneute Clubhauserweiterung. Über die Planung berieten die Baufachleute des Vereins. Franz Gassmann fertigte die Pläne.
Die Baugenehmigung für die Clubhauserweiterung traf im April 1969 ein, so daß sofort mit dem Erdaushub begonnen werden konnte. Leider gingen die weiteren Bauarbeiten nur schleppend voran, da jener Ehrgeiz der Anfangsjahre immer mehr nachließ. Schließlich raffte man sich doch nochmals auf und so konnte am 12. September 1969 Richtfest gefeiert werden.

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Vereinsgeschichte 1949-1974
Der weitere Ausbau und Innenausbau ging nun doch zügig voran. Die Wirtschaftsräume mit ca. 220 qm und eine Kegelbahn konnten am 5. Dezember 1969 eröffnet werden. Am 18. April 1970 konnte endgültig die Clubhauseinweihung vorgenommen werden. Die geladenen Gäste, Herr Bürgermeister Meinzer mit Gemeinderäten, Lehrerschaft und Geistlichkeit sowie die Vertreter der Neureuter Sportvereine sprachen sich lobend für die große Leistung aus. Es wurden immerhin ca. 11 000 freiwillige Arbeits-stunden geleistet und ein Wert von rund 270.000 DM geschaffen.
In jenen Tagen war die Verwaltung des Vereins auf das Äußerste angespannt, bereitete die Finanzierung doch einige Schwie-rigkeiten. Zudem hatten sich wieder einmal Mitglieder der engeren Verwaltung mit ihrem Vermögen für ein größeres Darlehen verbürgt. Nachdem die Gemeinde Neureut dem Verein am 8. September 1971 ein Erbbaurecht einräumte und so ein Hypothekeneintrag erfolgte, konnte diese Bürgschaft zurück-gezogen werden.

Alle diejenigen, die beim Clubhausanbau mitgeholfen hatten, wurden entsprechend ihrer Leistung mit einer Leistungsnadel ausgezeichnet. Besonderen Dank für ihre Leistungen während dieser Zeit gebührt dem damaligen 1. Vorsitzenden Willi Smasal und dem 3. Vorsitzenden Peter Kuhn sen..

Aufgrund der großen finanziellen Engpässe konnte der Außenputz am Clubhaus erst 1972 angebracht werden.

Das Jahr 1973 war insgesamt gesehen ein recht fleißiges Jahr der notwendigen Erneuerungen. So wurde z. B. ein neues ansehnliches Rollentor am Sportplatzeingang angebracht, die gesamte Umzäunung entlang des Blankenlocher Weges und des Waldweges wurde entfernt und vollkommen neu errichtet. Die 6981st Civilian Labor Group (SC und SPT) Neureut unter-
stützte uns auch hierbei und bohrte in einem großzügigen Einsatz die Fundamentlöcher für die Zaunpfosten und stellte gleichzeitig die Telegraphenmasten zur Verfügung. Des weiteren wurde die Zeltkonstruktion entsprechend den statischen Bestimmungen geändert und erneuert und „last not least“ wurde die Flutlichtanlage um den Trainingsplatz durch vier Stahlmasten vervollständigt.

Das Jahr 1974 forderte gleich in den Anfangsmonaten eine rege Verwaltungstätigkeit. Aber schließlich erlaubt gerade ein Jubiläumsjahr kein müdes Vereinsleben.

Am Schluß sei allen, die am Aufbau und am Fortbestehen des Fußballvereins Fortuna Kirchfeld 1949 e.V. im Laufe der 25 Jahre irgendwie mitgeholfen haben, recht herzlich gedankt.

Peter Kuhn sen., 1974

Gründungsmitglieder beim Jubiläum 1974

Vereinschronik 1975-1999

Darüber hinaus wurden die Arbeiten am Sportgelände keinesfalls vernachlässigt. Besucher der Spiele haben schließlich ein Anrecht darauf, ordentlich ihr Eintrittsgeld zu bezahlen. So wurde 1987 eine Garage gekauft und zum Lagerraum und Kassenhäuschen umfunktioniert. Bestens, wie man heute noch sieht.
Eine umfangreichere Platzsanierung war ebenfalls unumgänglich und wurde im gleichen Jahr durchgeführt, ebenso ein neuer, größerer Rasenmäher mit Grasauffänger angeschafft.

Irgendwie schien auch der neue Kabinentrakt noch nicht den Anforderungen einigermaßen moderner Sportstätten zu entsprechen. Was fehlte? Ganz klar, eine Sauna mußte her!

Daneben wurde die immer noch existierende Vereinszeitschrift „Fortuna Aktuell“ ins Leben gerufen, die heute noch zu jedem Heimspiel kostenlos verteilt wird. Die erste Ausgabe erschien übrigens am 23. August 87 beim Heimspiel gegen den Post SV.

Ob es an all den Modernisierungsmaßnahmen lag? Jedenfalls stellte sich in diesem Jahr auch der sportliche Erfolg ein. Gegen den Landesligaaufsteiger SV Spielberg gewann die Mannschaft im Spiel um Platz 3 des Kreispokals überraschend mit 5:4 n. V. Damit verbunden war die Teilnahme am Badischen Pokal, wo man allerdings in der 1. Runde beim Verbandsligaabsteiger VfR Pforzheim mit 2:3 ausschied.

Die Sanierung des Daches der Vereinsgaststätte war 1988 vorrangiges Ziel.

Auch ohne Renovierungsmaßnahmen war das Jahr 1989 sehr arbeitsintensiv, mußte/durfte doch in diesem Jahr erneut die Neureuter Kirchweih durchgeführt werden. Doch nicht nur das, auch das Sportfest der Fortuna wurde unter das Motto „40 Jahre FVK“ gestellt und sollte etwas besonderes sein. Mit dem gewohnten Engagement wurden die anfallenden Aufgaben souverän gelöst.

…die zweite Hälfte

Die Grundlagen für ein geregeltes Vereinslebens waren also geschaffen. Wie man noch sehen wird, war und ist auch die zweite Hälfte der „50 Jahre FV Fortuna“ geprägt vom Mannschaftsgeist seiner Mitglieder, auch jenseits des aktiven Spielbetriebes.

In den zweiten 25 Jahren galt es überwiegend, das bisher Erschaffene instandzuhalten, zu verbessern oder zu erweitern. Das setzte erneut eine große Menge Arbeitskraft, guten Willen und natürlich, trotz aller Eigeninitiative, Geld, voraus.

Gerade die „kleinen Dinge“ des Vereinslebens sind es oftmals, die unvorhergesehene Ausgaben nötig machen. So mußte 1981 ein neuer Rasenmäher angeschafft werden, wenig später eine Spritze zur Bewässerung der Sportplätze, die die Vereinskasse neben vielen anderen Dingen belasteten. Trotzdem wurden größere und große Projekte darüber nicht aus den Augen verloren. So konnte am 6. Juli 1983 Richtfest gefeiert werden. Der neue Kabinentrakt wurde begossen.

1984 wurde die Kegelbahn im Clubhaus renoviert, wofür schon damals etwa 25.000 DM aufgewendet werden mußten. Da kam die Kirchweih im gleichen Jahr gerade recht, die vom Verein ausgerichtet wurde und wieder etwas Leben in die Vereinskasse brachte.

Eine Behindertengymnastikgruppe schloß sich im darauffolgenden Jahr unter der Leitung von Dr. Blumenstein dem Verein an, löste sich aber bald wieder auf.

Etwas bisher einzigartiges in der Vereinsgeschichte bereitete sich die Aktivität 1986 selbst, als ein Vereins- und Mannschaftsausflug nach Florida geplant und durchgeführt wurde. Ein, wie alle Beteiligten unisono feststellten, einmaliges Erlebnis.

Vereinschronik 1975-1999

Das gleiche Jahr sah erstmals in der Neureuter Vereinsgeschichte eine Kooperation der drei Fußballvereine im Jugendbereich. Es wurde die Spielgemeinschaft (SG) FV Fortuna/FC Neureut/FC Germania gegründet. Allerdings dauerte die SG nur wenige Jahre, ehe u. a. auch wegen neuer Verbandsrichtlinien der Zusammenschluß mehrerer Vereine in dieser Form nicht mehr möglich war.
1990 wurde in der Verwaltung das „rollierende System“ eingeführt, d. h., es wurden nicht mehr alle Mitglieder der engeren Verwaltung gemeinsam gewählt, sondern in zwei Raten bei aufeinanderfolgenden Hauptversammlungen. Damit soll verhindert werden, daß eine komplett neue Mannschaft die Vereinsgeschicke lenken muß.

Im gleichen Jahr wurden im Clubhaus die Kellerräume ausgebaut, sowie ein Kopiergerät beschafft.

Erneut mußte 1991 ein Rasenmäher für 20.000 DM angeschafft werden. Zudem wurde die Flutlichtanlage für den Nebenplatz installiert und die Verandabedachung erneuert.

Im Nebengebäude wurde mit der Einrichtung eines Büros begonnen, das als Geschäftszimmer benutzt werden sollte.

Bisher mühsam und von Hand bzw. Schreibmaschine erledigt wurde die Mitgliederverwaltung des Vereins. Die wurde 1992 auf EDV umgestellt und war vor allem für den Kassier eine enorme Erleichterung. Im gleichen Jahr kaufte der Verein neue Planen für das eigene Festzelt.

Das Clubhausnebenzimmer erfuhr 1993 eine eingehende Renovierung, die natürlich wieder in Eigenarbeit durchgeführt wurde. Auch verlangte die Neureuter Kirchweih wieder vollen Personaleinsatz von den Mitgliedern.

Eine kostspielige Angelegenheit war 1994 die Grundsanierung des Hauptspielfeldes.

Eine wichtige Entscheidung wurde in diesem Jahr ebenfalls getroffen. Der alte Biervertrag mit der Fa. Schwaben Bräu wurde nicht verlängert. Statt dessen wurde der Kontrakt mit der Fa. GIM besiegelt.

Im folgenden Jahr 1995 machte auch die moderne Technik vor dem FV Fortuna keinen Halt mehr. Unerwartet und (für manchen) viel zu früh: Im Büro stand plötzlich ein Computer. Nicht genug! Ein modernes Vereinsverwaltungsprogramm, in demselben installiert, vereinfachte hinfort die stets anfallenden Arbeiten im Schreibbereich (meistens…).

Ein Dorn im Auge war nicht nur den Verantwortlichen in der Verwaltung die teilweise unpraktischen und erschwerten Bedingungen bei der Durchführung des Sportfestes. Zumindest was den logistischen Teil betraf. Dem wurde 1997 Abhilfe geschaffen, als die Garagen an der Westseite des Hauptspielfeldes aufgestellt und zweckmäßig hergerichtet wurden. Das Grillen, Bierausschänken, Spülen usw. wurde alsbald zur sauberen Sache.

Die solchermaßen notwendigen Arbeiten wurden von einem Arbeitsdienst erledigt, der sich zu einem großen Teil aus junggebliebenen Rentnern zusammensetzte. Diese Gruppe formierte sich im März 1998, anläßlich einer Säuberungsaktion, zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens. Seither gingen zahlreiche Neuerungen des Sportgeländes auf das Konto der Arbeitsgruppe.

Vereinschronik 1975-1999

Das Jahr 1998 wird als wohl als eines der ereignisreichsten in der Geschichte des FV Fortuna in Erinnerung bleiben. Viele Höhepunkte und ein absoluter Tiefschlag mußten verkraftet werden, oder sind es noch gar nicht. Die Ausrichtung der Kirchweih wurde ein Jahr früher als geplant übernommen, da die planmäßige Durchführung sonst ins Jubiläumsjahr gefallen wäre. Mit dem gewohnten Engagement wurde die Traditionsveranstaltung dank einiger Neuerungen zu einer der erfolgreichsten der letzten Jahre.
Der sportliche Erfolg hielt nicht nur Schritt, sondern gestaltete sich zum wohl erfolgreichsten Jahr in der Vereinsgeschichte. Nach dem erstmaligen Gewinn des Kreispokales gegen die SG Siemens (7:6 n. E..) folgte die Meisterschaft in der A-Klasse und der damit verbundene Bezirksligaaufstieg.

Der Tiefschlag in dem bisher so erfolgreichen Jahr schockierte nicht nur den Verein. Der Spielertrainer der Mannschaft, Thomas Kamuf, verunglückte am 19. Dez. 98 bei einem Verkehrsunfall tödlich.

Bleibt die Frage, was wird 1999 für den FV Fortuna Kirchfeld bringen. Das 50jährige Jubiläum steht fest. Alles weitere liegt zum großen Teil in unserer aller Hände. Vor der Zukunft sollte uns aber angesichts der Tatkraft der Vereinsmitglieder nicht bange sein, so daß die Aussicht auf weitere runde Jubiläen durchaus besteht.

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