Interview mit Jürgen Weber
Mitglied seit 1979
1.Vorsitzender

Fortuna aktuell: Servus Jürgen, 2011 hast Du, mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft, die Vereinsführung übernommen. Wie ist dein Resümee nach mehr als einem Jahr?
Jürgen Weber: Der Übergang von der „alten“ zur „neuen“ Vorstandschaft ging völlig reibungslos über die Bühne, da die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder weiterhin mit Rat und Tat zur Seite standen. Wir sind nicht immer einer Meinung, aber wir finden immer eine Lösung mit der alle Beteiligten leben können. Hilfreich ist natürlich die Tatsache, dass wir teilweise Jugendfreunde sind oder zusammen mehrere Jahre in der 1. Mannschaft gespielt haben und unterschiedliche Stärken haben, die uns bei der Erledigung der doch vielfältigen Aufgaben zu Gute kommen. Ich denke, dass wir den FV Fortuna Kirchfeld nach innen und außen hin gut vertreten.
Fortuna aktuell: Sportlich war es, zumindest bei der Ersten Mannschaft, eher Magerkost. Woran lag es deiner Meinung nach?
Jürgen Weber: Wir lieferten super Vorbereitungspeile ab und aufgrund der Namen unserer Neuzugänge wurden wir zu dem Kreis der Aufstiegsfavoriten gezählt. Der erste Knackpunkt der Saison war dann die schwere Verletzung von Sascha Mayer, der in unserem Spielsystem eine feste Größe war. Weitere Ausfälle und Formkrisen von Spielern waren der Grund für den schlechten Saisonstart und so konnte unsere Mannschaft die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Was uns fehlte war auch ein Leader, der die Fäden auf dem Feld in der Hand hält und mit Sinn und Verstand kritisiert und anfeuert. Ich sehe einige Kandidaten in unserer neuen Mannschaft, die in diese Rolle hineinwachsen könnten.
Fortuna aktuell: Trotz vieler Neuverpflichtungen in den letzten Jahren, auch aus deiner Zeit als Spielausschussvorsitzender, spielten wir meist um den Abstieg. Hast Du eine Erklärung?
Jürgen Weber: Einen Grund hast du schon in der Frage genannt. Es war zwar aufgrund der Abgänge in den letzten zwei Jahren notwendig neue Leute ins Fortuna-Boot zu holen, aber gute Einzelspieler sind noch lange keine gute Mannschaft. Man braucht Zeit um sich als Mannschaft einzuspielen, um Laufwege zu auto-matisieren und Spielsysteme zu verinnerlichen. Auch die ständigen Trainerwechsel aus diversen Gründen sorgen natürlich nicht gerade für Harmonie und sollen in Zukunft auch vermieden werden. Wir sind meiner Meinung mit drei jungen, guten und ehrgeizigen Trainern ausgestattet und werden uns  im Zweifels-falle eher von Spielern trennen, die sich nicht in den Dienst der Sache stellen, als von unseren Coaches.
Fortuna aktuell: Etliche Jugendspieler aus den eigenen Reihen wurden in den letzten Jahren bei den Senioren eingegliedert, einige sind mittlerweile fester Bestandteil der Ersten Mannschaft. Wie siehst Du den Trend bei Fortuna, hauptsächlich in den höheren Jugenden?
Jürgen Weber: Das Ziel allgemein in unseren 11er-Mannschaften (C-, B- und A-Jugend) muss in absehbarer Zeit die Landesliga sein. Das ist allerdings nicht ohne fachlich gut ausgebildete Jugendtrainer und Betreuer möglich. Unser Jugendleiter Dieter Moser leistet ja seit vielen Jahren nahezu „Unmenschliches“ in puncto Jugendarbeit, aber die Suche nach geeigneten und engagierten Leuten wird immer schwieriger. Die Bereitschaft sich ehrenamtlich in Vereinen einzubringen wird ja seit Jahren immer geringer. Ich würde mir wünschen dass die Jugendlichen nicht einfach nur 3-mal die Woche abgegeben werden, sondern das sich die Elternteile zur aktiven Mitarbeit entschließen könnten. Der Einbau unserer ehemaligen Jugendspieler in die Senioren-teams ist ja, außer dem sozialen Aspekt, das eigentliche Ziel des Jugendfußballs. Ich freue mich immer wieder Jungs, die ich selbst trainiert habe oder Jungs, die den FV Fortuna Kirchfeld als Heimatverein annehmen in unseren Reihen spielen zu sehen.
Fortuna aktuell: Was sind die Ziele für diese Runde?
Jürgen Weber: Das Ziel unserer zweiten Mannschaft ist den letztjährigen 4. Platz zu toppen und um den Aufstieg mitzuspielen. Ich denke dass die Jungs von Werner Jakob und Conny Wilser das nötige Potential haben.
Das Ziel unserer ersten Mannschaft ist ein Platz im oberen Tabellendrittel, wobei ich mir um die Schwere der Aufgabe bewusst bin. Ich bin allerdings kein Freund des Understatements und halte dies trotz der Stärke der Klasse durchaus für machbar.
Weiterhin wollen wir Kontinuität in den Kader bringen, d. h. unsere junge Truppe soll sich einspielen und sich zu einer kampf- und spielstarken Mannschaft entwickeln.
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